Am 27.03.2017 traf die 5A am Vormittag in Chartres ein, auf ihrem Ausflug zur berühmten Kathedrale, der von der Alfa finanziell unterstützt wurde. Mina Bauguin, eine Schülerin der Klasse, berichtet.

Während die Schüler im Zentrum der Glasmalerei Platz nahmen, begann der Führer mit den ersten Erklärungen. Im Mittelalter bestanden die Fenster hauptsächlich aus Glas, das wiederum aus Sand und erhitzten Metallen hergestellt wurde, die Zeichnungen konnte man damals nur bei Lichteinfall sehen. Jede Glasscheibe ist mit Blei umrahmt, so konnten verschiedene Stücke zusammengefügt und dann bemalt werden (die Farben wurden aus Rost und Schweineurin hergestellt!). Das Glas wurde dann mit einem Wärmeschock vom „Glasbläser“ geschmolzen und vom „Glasermeister“ verziert. Die Glasfenster erzählten oft Geschichten aus der Bibel und wurden hergestellt, um das Haus Gottes zu verschönern. Zu jener Zeit glaubten die Menschen, dass die Fenster aus wertvollen Edelsteinen seien, da ihre Farben an Rubine und Saphire erinnerten. Nach der Präsentation des Führers hat jeder Schüler ein eigenes Buntglasstück gestaltet.

Nach einem Picknick im Park ging es zurück zum Zentrum der Glasmalerei, um mehr über die Kathedrale zu erfahren. Im Mittelalter war sie ein Pilgerort für die Christen, weil sie eine heute noch sehr wertvolle Reliquie beherbergt: die Tunika der Gottesmutter Maria. Außen kann man sehen, dass der Nordturm, der vom Blitz zerstört wurde, als die Kathedrale erst ein paar Jahre alt war, gotischen Stils ist, während der Südturm romanisch ist. Das etwa 100 m hohe Gebäude ist im Laufe der Zeit noch mindestens fünf Mal teilweise niedergebrannt.

Die Schüler folgten dem Führer in die Kathedrale, um sie von innen auch genauer kennen zu lernen. Der Bau, so erklärte der Führer, dauerte etwa dreißig Jahre und wurde ausschließlich von Steuern und Spenden der Gläubigen finanziert. Der Bau erforderte eine genaue Organisation und eine große Anzahl von Handwerkern, wie Zimmermänner, die mit Holz arbeiten, Maurer, die die Mauern errichteten, Steinmetze, Schmiede und Steinhauer.

Auf einer Höhe von 37 m befindet sich der Gewölbestein, der die zahlreichen Pfeiler und Stützbögen verbindet. Im Gotteshaus befindet sich ebenfalls ein Labyrinth, das das Leben darstellen soll und an dem Punkt endet, der den Tod symbolisiert. Schließlich konnte man noch feststellen, dass die Glasfenster Episoden aus dem Leben Jesu erzählen.

Herzlichen Dank an die Alfa, Frau Hugel, Frau Guerder und Frau Chartreau für diesen tollen Tag!