Es gibt viele Kinder, deren Ranzen sehr schwer oder gar zu schwer sind. Eine Wiegeaktion der Eltern hat ergeben, dass Kinder, die zwischen 19 und 50 kg wiegen, Ranzen von 8 bis 13 kg tragen, also 40 bis 25 % (!!)  ihres Körpergewichtes. Besonders betroffen sind Grundschüler schon allein wegen ihres geringen Körpergewichts, aber auch Kinder der Oberstufe, die mitten im Wachstum sind und ihre Rücken gefährden.

Diese Diskussion beginnt jedes Jahr neu, doch keine Sorge, es gibt immer eine Lösung.

Ergebnisse einer Elternarbeitsgruppe von 2015

Vor zwei Jahren hat sich eine Elterngruppe von Schülern aller Altersstufen (GS bis Terminale, französische und deutsche Seite) dem Thema angenommen. Sie haben Tipps zusammengestellt und diese auch mit der Direktion des LFAs diskutiert. Unter anderem wurden die folgenden Maßnahmen vorgeschlagen:

  • leichte Schulbücher und solche mit Softcover bei der jährlichen Materialwahl bevorzugen
  • einen Zugang zum Schließfach für jeden Schüler ermöglichen, auch zwischen zwei Unterrichtsstunden, damit Schulmaterialien deponiert werden können, um den Schulranzen zu erleichtern
  • Lehrer ermutigen, mehr Freiheiten zu gewähren, besonders hinsichtlich:
    • bei der Wahl der Schulmaterialien (Heft, Hefter, Schnellhefter etc.)
    • Im Unterricht z.B. zwei Schülern zu erlauben, ein Schulbuch gemeinsam zu benutzen, oder noch besser, auf digitale/elektronische Lehrbücher umzusteigen, die es den Schülern erlauben, das Papier-Buch zu Hause zu lassen und dort für die Hausaufgaben zu nutzen.
Wie sieht es heute aus?

Auch wenn sich die Situation langsam verbessert bleibt die Schulranzenproblematik nach wie vor aktuell und vor allem sind die Schulranzen der Kinder häufig immer noch zu schwer.

Zum Schulbeginn möchten wir alle Eltern, die den Schulranzen ihres Kindes zu schwer finden, ermuntern, die Lehrer zu kontaktieren, ggf. auch über die Elternvertreter der Klasse, und die Problematik konstruktiv zu lösen. Die Lehrer sind verständig, stehen einem Dialog offen und sind bereit, konkrete Lösungen zu finden.

Und zum Abschluss noch ein paar hilfreiche Ratschläge:

  • Ein volles 96-Seiten-Heft wiegt mit eingeklebten Arbeitsblättern bis zu 680g, während ein volles 48-Seiten-Heft mit eingeklebten Blättern nur 330 g wiegt. Da fällt die Wahl nicht schwer.
  • Anstelle eines Heftes können, wenn die Lehrer ihre Zustimmung geben, Hefter oder Schnellhefter genutzt werden, wobei zum Unterricht immer nur die Dokumente bzw. Blätter mitgebracht werden, die aktuell notwendig sind. Diese Handhabung setzt allerdings voraus, dass der Schüler/die Schülerin sehr autonom und ordentlich mit ihren Arbeitsmaterialien umgehen.
  • Zunehmend bringen die Verlage digitale Bücher heraus, die man auch privat für zu Hause kaufen kann. So kann das Schulbuch in der Schule bleiben.
  • Eine weitere Option ist das Zweitbuch für zu Hause. Über eine Elterninitiative gibt kostengünstige, gebrauchte Exemplare zu kaufen, so kann das von der Schule ausgegebene Buch auch in der Schule bleiben. Auch im Internet gibt es mittlerweile einen preiswerten Gebrauchtbüchermarkt.